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Welttierschutztag am 4. Oktober

Veröffentlicht am 04.10.2020 Allgemein

Kampf gegen Tierleid und Ausbeutung der Tiere notwendiger denn je
Im Gedenken an den Schutzpatron der Tiere, den Heiligen Franz von Assisi, begehen Tierschützer am 4. Oktober den Welttierschutztag. Der besonders tierliebe Mönch predigte bereits im 12./13. Jahrhundert die Pflicht des Menschen, die Tiere als Gottes Schöpfung zu schützen und zu achten.

Tierschützer nutzen diesen Tag, um auf das Leid der Tiere aufmerksam zu machen, das durch Menschen verursacht wird. Und dafür gibt es leider unendlich viele traurige Beispiele: illegale Tiertransporte und Tier-handel, zunehmend Fälle von Animal Hoarding, Tierquälerei und schlechte, nicht tiergerechte Haltung. Industrielle Massentierhaltung für Billigfleischproduktion und den Export, tagelange Tiertransporte in Drittländer unter schlimmsten Transportbedingungen, das alles sind durch den Menschen verursachte Tierqual, Tierleid und Verbrechen an unseren Mitgeschöpfen.

Zum diesjährigen Welttierschutztag hat der Deutsche Tierschutzbund mit seinen über 740 Mitgliedsvereinen das Leitmotto „Zusammen für Tierheime“ ausgerufen. Damit soll auf die schwierige Situation der Tierheime aufmerksam gemacht werden, die sich durch die Corona-Krise noch verschärft hat.

Auch Bayerns Tierschutzvereine und Tierheime übernehmen wichtige gesellschaftliche Aufgaben und Verantwortung für viele tausend Tiere im Jahr. Vielerorts sind sie Partner der Städte und Gemeinden und übernehmen mit der Aufnahme und Betreuung von Fundtieren kommunale Pflichtaufgaben. Es ist längst überfällig, dass die Grundlage für eine bayernweit einheitliche Regelung zur kostendeckenden Vergütung dieser Dienstleistungen an die Tierheime geschaffen wird. „Damit sollte auch die Endlosdebatte über herrenlose Tiere ein für alle Mal beendet werden“, fordert Ilona Wojahn, Präsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, Landesverband Bayern. „Alle herrenlosen Haustiere, vor allem Katzen, sind durch Menschen verursacht und Abkömmlinge von in Haushalten gehaltenen Tieren. Es kann und darf nicht sein, dass sich ausschließlich Tierschützer für sie einsetzen und sich um sie kümmern. Es ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft, rechtliche und finanzielle Voraussetzungen zu schaffen, damit auch für solche Tiere Fürsorgepflicht besteht und diese umgesetzt werden kann.“

Eine Katzenschutzverordnung ist in Bayern längst überfällig!

Bayerns Tierheime, besonders im ländlichen Bereich, kämpfen derzeit wie schon viele Jahre mit einer kaum noch zu bewältigenden Flut an Katzen, vor allem kranken Babykatzen. Eine dauerhafte Lösung und Vermeidung neuen Katzenelends ist nur durch die Verhinderung weiterer unkontrollierter Geburten durch Kastration zu erreichen.

Die Kastration von Katzen und Katern ist ein aktiver Beitrag zum Tierschutz. Das ist besonders auch für bereits entstandene größere Populationen im ländlichen Raum wichtig. Es ist längst an der Zeit, dass alle bayerischen Kreisverwaltungsbehörden dem Beispiel von Pfaffenhofen folgen und Katzenschutzverordnungen erlassen, auf deren Grundlage die Kommunen und Veterinärbehörden tätig werden und Kastrationen und Kennzeichnungspflicht anordnen können. Langfristig profitieren davon letztlich die Tierheime und die Kommunen, in deren Zuständigkeitsbereich Fundtiere und die damit verbundenen Kosten fallen.

Fotos: © Deutscher Tierschutzbund, Landesverband Bayern e.V.

 
 
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