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Tierschutzverein Dingolfing-Landau e.V. sagt dem Katzenelend den Kampf an

Veröffentlicht am 31.03.2021 Katzen

Große Kastrationsaktion in Kooperation von Tierschutzverein und Tierheim Quellenhof

Schon lange fordern Tierschützer Katzenschutzverordnungen mit Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigängerkatzen, denn in jedem Jahr kommen unzählige Katzenbabys infolge unkontrollierter Vermehrung auf die Welt und für viele von ihnen ist es der Start in ein genauso hartes Streunerleben wie es schon ihre Eltern haben. Wenn sie Glück haben, werden sie rechtzeitig gefunden und ins Tierheim gebracht.

Große Katzenpopulationen an Bauernhöfen und Hauskatzen, die mit frei lebenden Katzen immer neue Nachkommen zeugen, ebenso wie ausgesetzte Katzen sorgen für ständige Vermehrung. Die Nachkömmlinge verwildern und leben auf verlassenen Anwesen, auf Friedhöfen oder Campingplätzen, meist ohne direkten Kontakt zum Menschen. Sie sind die Nachkommen von nicht kastrierten Hauskatzen. Viele von ihnen sind krank, unternährt oder verletzt. Ihr Schicksal interessiert kaum jemanden. Noch heute werden Katzenbabys ertränkt oder erschlagen. Die zum Teil große Anzahl frei lebender Katzen stellt auch die Gemeinden vor große Probleme. Herrenlose Tiere, Streunerkatzen, Krankheiten und Seuchen sowie Katzennachwuchs aus unkontrollierter Vermehrung sind überall anzutreffen und führen zu neuem Katzenelend.

In einer gemeinsamen Aktion des Tierschutzvereins Dingolfing-Landau e.V. mit dem Tierheim Quellenhof Passbrunn in Reisbach wurden im Februar-März große Populationen kastriert. So hatte sich in einem Firmenwohnpark Im Landkreis Dingolfing-Landau eine große Katzencommunity zusammengefunden. Die Tiere wurden sporadisch gefüttert, aber für tierärztliche Versorgung und Kastration fühlte sich niemand zuständig. Innerhalb von wenigen Tagen konnten dort in einer gezielten Fangaktion bereits 32 Tiere gefangen und kastriert werden. Mehr als die Hälfte waren weibliche Tiere, in wenigen Wochen wären dort 40-60 niedliche Katzenbabys zur Welt gekommen, um dann ein erbärmliches Dasein zu fristen.

Die Tiere wurden nach den Kastrationen eine Zeit im Tierheim betreut, damit sie sich erholen und auch medizinisch behandelt werden konnten. Katastrophale Zähne, Ohrmilben, Würmer, Verletzungen aus Revierkämpfen sind keine Seltenheit. Mit anderen Worten, die Tiere haben oft Schmerzen. Für die Tierpflegerinnen war es eine Herausforderung, denn letztlich sollten möglichst wenige und nur die absolut verwilderten und aggressiven Tiere wieder in ihr altes Revier zurückkehren und dort an Futterplätzen weiterbetreut werden. Für die netteren wurde nach einem Zuhause gesucht.

Der Tierschutzverein Dingolfing-Landau bietet Unterstützung bei Fangaktionen an und stellt Gutscheine aus, mit denen die Tiere auf Kosten des Vereins kastriert werden. Andererseits ruft der Verein auf, solche Fälle zu melden, damit Kastrationsaktionen durchgeführt werden können.

Auch wenn viele Tierärzte im Sinne des Tierschutzes den Verein mit günstigen Kastrationskosten unterstützen, sind in der Summe die Tierarztkosten für solche Aktionen erheblich. 2020 hat der Verein 192 Katzen und 141 Kater kastrieren lassen und dafür über 25 Tausend Euro ausgegeben. Das war nur möglich durch eine Zuwendung aus der Tierheim-Förderung des Freistaates, die Unterstützung der aller Kommunen mit jährlichen Zuschüssen an den Verein. Über 10 Tausend Euro brachte der Tierschutzverein aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden auf.

 
 
 
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