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Alles heile Welt in Bayern?

Veröffentlicht am 16.04.2021 Landwirtschaft

Unter diesem Motto hat ein Bündnis aus zwölf Bauern-, Umwelt-, Tierschutzverbänden und Verbrauchern gemeinsam aus unterschiedlichen Blickwinkeln am 16. April vor der Staatskanzlei in München demonstriert. Der Kernforderung nach einer Agrarwende in Bayern für bessere politische Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Land- und Lebensmittelwirtschaft schloss sich auch der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern an.

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat für die Staatsregierung das Forderungspapier des „Agrarbündnis Bayern“ entgegengenommen.

Unsere Position stellte Präsidiumsmitglied Johanna Ecker-Schotte vor:

Die Agrarwende ist überfällig.

Der Tierschutz ist seit 2002 als Staatsziel im Grundgesetz und seit 1998 auch in der Bayerischen Verfassung verankert: "Tiere werden als Lebewesen und Mitgeschöpfe geachtet und geschützt". Dieser Grundsatz und das Tierschutzgesetz müssen endlich auch für alle landwirtschaftlichen Tiere gelten.

Unsere Forderung an landwirtschaftliche Tierhaltung heißt, dem Wohl der Tiere gegenüber wirtschaftlichen Interessen Vorrang zu geben und den Bedürfnissen der Tiere stärker gerecht zu werden.

Dazu gehören tiergerechte Haltungsbedingungen mit Bewegungsfreiheit, gutem Stallklima, Luft, Licht, Sauberkeit und Freilauf. Tiere müssen vor Schmerzen, Leiden und Schäden geschützt werden Tiere müssen so gehalten werden, dass sie keine Verhaltensstörungen entwickeln, gegenseitige Verletzungen verhindert werden und keine Manipulationen erfolgen müssen. Angst und Stress auf langen Tiertransporten dürfen nicht länger zugelassen werden.

Extremer Leistungsdruck in der Produktion führt zu zuchtbedingtem Tierleid. Vollspaltenböden und Kastenstände für Schweine, Anbindehaltung für Rinder, überdimensionale Tierbestände in der Geflügelhaltung gehören abgeschafft.

Wir fordern die Lösung der Zielkonflikte zwischen Tierschutz und Wirtschaftlichkeit sowie zwischen Tierschutz und Umweltschutz durch:

Dialog mit allen Akteuren, Unterstützung freiwilliger Ansätze

Konzentration auf den deutschen Markt und Reduzierung des Exports von tierischen Produkten, Verbot von Lebendtiertransporten

Reduktion von industrieller Tierhaltung mit immensen Tierbeständen

Schaffung tierfreundlicher und zugleich ökonomischer Rahmenbedingungen

Verlässliche Planungs- und Investitionssicherheit für Landwirte

Der Verbraucher will sich nicht mehr täuschen lassen. Immer wieder neue Skandale erschüttern das Vertrauen in die Politik! Tier- und umweltverträgliche Landwirtschaft mit guten Arbeitsbedingungen aus der Region für die Region muss möglich sein. Kleine und mittlere Betriebe müssen eine Zukunft haben.

Nutztiere dürfen nicht länger produziert, sie müssen tiergerecht gehalten werden!

Johanna Ecker-Schotte
Johanna Ecker-Schotte 
Tierwohl-Demo 16.04.2021
Tierwohl-Demo 16.04.2021 
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