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Regionaltagung Franken in Thurnau PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 26. April 2015 um 04:22 Uhr

Regionaltagung Franken 220px-frankenrechen.svg am 21. März 2015 in Thurnau

 

Traditionsgemäß fand dieses Jahr am 21. März wieder die Regionaltagung Franken statt. Marion Friedl, Vizepräsidentin vom Landesverband Bayern lud erneut die fränkischen Tierschutzvereine zu einer ausgiebigen Berichterstattung und einen regen Austausch untereinander ein.

 

Seit Jahren zeichnet sich die Beliebtheit dieses Treffens aus. 40 Teilnehmer aus 15 Vereinen waren angereist und konnten viele Anregungen und Informationen mit nach Hause nehmen.

 

Als besonderer Gast konnte Susann Biedefeld, MdL begrüßt werden, die von den Eingaben der Tierschützer an den Landtag berichtete. Die Themen waren „Keine Tierversuche an Primaten in bayerischen Forschungseinrichtungen“, Stärkere Kontrolle der Tiertransporte der Staatsregierung“ und „Bayerische Tierheime jährlich mit einer Million Euro fördern“. Alle Einträge wurden leider abgelehnt. Die Antworten können im Internet im Bayerischen Landtag abgerufen werden: https://www.bayern.landtag.de/dokumente/drucksachen/:

Antwort Staatsregierung zu Tierversuchen in Bayern (PDF, 313 kb)

Antrag SPD Tiertransporte stärker kontrollieren (PDF, 78 kb)

 

Die einzigen Zuschüsse erhält die Reptilienauffangstation in München und jährlich wird der „Bayerische Tierschutzpreis“ ausgeschrieben. Das ist aber schon alles.

 

Die Bayerische Staatsregierung argumentiert, dass dadurch ein erheblicher Anstieg der Staatsanwaltschaften und Gerichte zu erwarten sei. Dass dies nicht passiert, beweist das Verbandsklagerecht in anderen Bundesländern.

Zu vermuten ist viel mehr, dass Klagen gegen die Massentierhaltung und Tierversuche verhindert werden sollen. (Siehe geplante Neubauten von Tierversuchsanlagen in München).

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Andreas Brucker (Schriftführer und stellv.Geschäftsstellenleiter im LV) bedankte sich zunächst für die überaus gute Zusammenarbeit. Er berichtete über den immer mehr zunehmenden illegalen Welpenhandel , sowie den Welpentransporten und die nicht hinnehmbare Genehmigung von drei Sauffängen und die Jagd mit Nachtzielgeräten in Bayern.

 

Ebenso gab er Hilfestellung für das Verfahren bei Kastrationsanträgen beim Landesverband und beim Deutschen Tierschutzbund. Die Beihilfen werden viel zu wenig angenommen, obwohl doch bestimmt kein Tierschutzverein etwas zu verschenken hat.  Des Weiteren erläuterte er, welche Zuschussmöglichkeiten es auf Verbandsebene noch gibt und die damit verbundenen Antragsformalitäten.

Brucker stellte die Aktion Yellow Dog vor. Hierbei sollen Hunde, die aus verschiedensten Gründen mehr Freiraum brauchen, mit einer gelben Schleife gekennzeichnet werden. Mehr Info:Was ist ein gelber Hund

 

Wolfgang Friedl (Beisitzer im LV) stellt die Arbeit der Tierschutzberatung des Deutschen Tierschutzbundes kurz vor. Für anstehende Baumaßnahmen oder Umbaumaßnahmen unserer Tierheime ist es wichtig, dass die Tierheimberatung frühzeitig in die Planung mit einbezogen wird, und Fehlplanungen vermieden werden. Er bot seine Mithilfe für die Planung an.

 

Er fährt vor Ort und besichtigt die Gegebenheiten und bespricht die Planungen mit den Vereinsvorsitzenden und berichtet der Tierheimberatung die beabsichtigten Maßnahmen.

 

Er sprach auch die Verfahrensregelung bei Satzungsneufassungen und Satzungsänderungen an. Danach müssen Satzungen einer gemeinnützigen Körperschaft (Vereine) die in der Anlage 1 zu § 60 AO bezeichneten Festsetzungen enthalten. Die gesetzlich festgelegte Mustersatzung kann im Internet heruntergeladen werden. Sofern ein Verein bereits vom zuständigen Finanzamt als steuerrechtlich förderungswürdig anerkannt ist, muss sie alleine wegen der Änderung des § 60 AO keine Satzungsänderung durchführen.

 

Sobald eine Satzungsänderung durchgeführt wird, muss die Satzung auch an die Anlage 1 zu § 60 AO angepasst werden.

Deshalb sollte dringend jede Satzungsänderung geprüft werden, ob die Formulierungen in der zu änderten Satzung den strengen Anforderungen der Mustersatzung entsprechen.

 

Es wird empfohlen, bereits vor der Beschlussfassung durch die Mitgliederversammlung den Satzungsentwurf mit den zuständigen Finanzamt abzustimmen (formloser schriftlicher Antrag auf Vorprüfung).

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Daniel Shineflew (Beisitzer im LV) betreut die Bayerischen Tierheime mit dem Umgang verhaltensgestörter Hunde und bot auch hier seine weitere Hilfe an. Auch er fährt vor Ort und gibt Ratschläge und zeigt Möglichkeiten der Resozialisierung an.

 

Marion Friedl, (Vizepräsidentin LV) und Geschäftsstellenleiterin der Bayerischen Tierschutzjugend berichtete über die höchst aktive Arbeit der Erziehung von Kindern und Jugendlichen im Tierschutz. 40 Jugendgruppen unterstützen dieses wichtige Anliegen und haben wieder ein reichhaltiges Programm zusammengestellt, dass auf der Homepage vom Landesverband abgerufen werden kann.

 

Wolfgang Hain (1. Vorsitzender TV Kulmbach) erklärte sich bereit für die fränkischen Tierschutzvereine eine Vernetzung der e-mails zu betreuen. Alle Anwesenden Vereine wurden aufgenommen und alle anderen Vereine können ihre mail-Adresse an Wolfgang Hain Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. weitergeben.

 

Danach wäre ein Großteil der „Fränkischen Tierschutzvereine“, mit einander vernetzt.

 

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Neben Fragen und ausgiebigen Diskussionen sowohl zu den einzelnen Themen, als auch zu Fragen und Problemen der einzelnen Vereine und Tierheime der Anwesenden untereinander, stellte sich die gute Zusammenarbeit und der Zusammenhalt der Verbandsmitglieder, der fränkischen Vereine, überaus positiv dar. Jeder ist bereit, nicht nur in Notfällen, den Anderen zu helfen und zu unterstützen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein gelungener und erfahrungsreicher Tag ging mit einem Gruppenfoto zu Ende. Unisono war zu hören, dass sich alle Anwesenden schon auf das nächste Treffen freuen.

 

 

 

 

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 26. April 2015 um 04:53 Uhr
 
Wohin mit dem Haustier in der Urlaubszeit? PDF Drucken E-Mail
Freitag, 27. März 2015 um 09:15 Uhr

Wohin mit dem Haustier in der Urlaubszeit?

Pünktlich zur Ferienzeit können sich Tierfreunde auch in diesem Jahr auf die Urlaubsaktion des Deutschen Tierschutzbundes mit Unterstützung von Whiskas und Pedigree verlassen

 

Seit 21 Jahren ist die Urlaubsaktion Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier des Deutschen Tierschutzbundes und seiner Mitgliedsvereine eine Lösung für diejenigen, die ihr Haustier nicht mit in den Urlaub nehmen können. Alljährlich werden dabei viele tausende engagierte Tierbesitzer und Tierliebhaber, die sich als „Frauchen und Herrchen auf Zeit“ anbieten, zusammengeführt. Auch in diesem Jahr wird der Deutsche Tierschutzbund von Whiskas und Pedigree unterstützt, die sich seit vielen Jahren als Partner der Urlaubsaktion engagieren.

 

Trotz der bundesweit erfolgreichen Aktion und des umfangreichen Informationsangebots des Deutschen Tierschutzbundes zum Thema „Tier und Urlaub“ werden in den Sommermonaten jedes Jahr fast 70.000 Haustiere – vor allem Hunde und Katzen – von ihren Besitzern ausgesetzt. Auch die Zahl der abgegebenen Kleintiere, wie Hamster, Meerschweinchen und Ratten, steigt stetig an. Die meisten ereilt dieses Schicksal, wenn ihre Besitzer in die Ferien aufbrechen und sich vorab nicht um das Wohl ihres Tieres gekümmert haben.

 

„Mit unserer Aktion Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier bieten wir eine ganz konkrete Unterstützung und Hilfe bei der Urlaubsplanung an, und sicher haben wir mit der Beratung viele Tiere vor einem traurigen Schicksal bewahrt“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Die Urlaubsaktion ist für alle Beteiligten unkompliziert und zugleich praktischer Tierschutz“, so Schröder weiter. „Unsere Mitgliedsvereine und die Helfer vor Ort leisten Großartiges.“ Trotz der Beratung blieben Jahr für Jahr zehntausende Hunde und Katzen, die ausgesetzt würden. „Tiere auszusetzen ist eine Straftat und die Gerichte sollten die Strafmaße voll ausschöpfen. Das Aussetzen von Tieren ist kein Kavaliersdelikt“, verdeutlicht Schröder.

 

Für die Tierheime sind die Belastungen besonders hoch. Kommt nun in der Urlaubszeit eine hohe Zahl an Tieren hinzu, geraten die Tierheime an die Grenzen ihrer Kapazität und auch finanziellen Möglichkeiten.

 

So funktioniert die Urlaubsaktion des Deutschen Tierschutzbundes

Die örtlichen Tierschutzvereine bringen bei dieser Aktion Tierhalter zusammen, die sich während des Urlaubs im Wechsel um die vierbeinigen Lieblinge kümmern. Auch Menschen, die kein Tier haben, können vorübergehend eines betreuen.

 

Von Ende März bis September 2015 können sich Tierbesitzer und Tierfreunde am Urlaubs-Beratungstelefon des Deutschen Tierschutzbundes melden. Dort erfahren sie, welcher Tierschutzverein in ihrer Nähe hilft – ob sie nun ihr Haustier in Pflege geben oder ob sie anderen anbieten möchten, deren Tier aufzunehmen. Wir raten Interessierten, sich frühzeitig zu informieren und sich um die Unterbringung des Lieblings zu bemühen. Unter der Telefonnummer 0228-60496-27 können von Montag bis Donnerstag zwischen 9.00 und 17.00 Uhr und freitags von 10.00 bis 16.00 Uhr Fragen im persönlichen Gespräch geklärt werden. Unter www.tierschutzbund.de/urlaubs-hilfe sind weitere Informationen zu finden.

 

Diejenigen, die ihre Tiere in den Urlaub mitnehmen möchten, bekommen ebenfalls Unterstützung von den Experten. Am Urlaubs-Beratungstelefon und im Internet erhalten sie aktuelle Informationen zu den Einreisebestimmungen der europäischen Urlaubsländer. Für einige Reiseländer sind bei der Mitnahme von Tieren zahlreiche Ausnahme- und Übergangsregelungen zu berücksichtigen – hier hilft das kompetente Team am Beratungstelefon weiter.

 

Viele nützliche Tipps, Informationen über Besonderheiten in den europäischen Ländern und Checklisten zur Urlaubsplanung finden sich im aktuellen Faltblatt „Tier und Urlaub“, das der Deutsche Tierschutzbund mit Unterstützung der Marken Whiskas und Pedigree herausgegeben hat. Das Faltblatt ist bei den örtlichen Tierschutzvereinen kostenlos erhältlich oder kann beim Deutschen Tierschutzbund, Aktion Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier, In der Raste 10, 53129 Bonn, bestellt (bitte einen mit 1,45 € frankierten C5-Umschlag beilegen) oder im Internet von der Website www.tierschutzbund.de/urlaubs-hilfe abgerufen werden.

 

Bildunterschrift:

Unter dem Motto „Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier“ startet am 30. März die Urlaubsaktion des Deutschen Tierschutzbundes mit Unterstützung von Whiskas und Pedigree. Mit diesem Plakat machen die Tierschutzvereine vor Ort Tierhalter auf die Aktion aufmerksam.

 
Endlich Ende des millionenfachen Kükenmordes in Deutschland? PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 24. Februar 2015 um 03:46 Uhr

Pressemeldung Deutscher Tierschutzbund e.V.

Vom 23.02.2015

 

Endlich Ende des millionenfachen Kükenmordes in Deutschland? Bundesminister kündigt Taten an

 

In Deutschland werden jährlich ca. 45 Millionen männliche Eintagsküken getötet, weil sie aus Sicht der Geflügellobby wirtschaftlich nicht brauchbar sind. Der Deutsche Tierschutzbund kämpft seit Jahren gegen diese tierschutzwidrige Praxis. Nun hat der Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt in Interviews angekündigt, bis Ostern 2015 einen Fahrplan für den Ausstieg aus dem millionenfachen Kükentöten vorzulegen. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt diese Initiative.

 

„Wir freuen uns, dass nun endlich auch auf Bundesebene den Worten die Taten folgen. Wir fordern schon lange das Ende dieses millionenfachen Kükentötens in Deutschland. Bundesland-wirtschaftsminister Christian Schmidt hatte immer wieder betont, dass es für diese Praxis keinen so genannten vernünftigen Grund gibt, der nach Tierschutzgesetz zwingend vorgeschrieben ist. Da ist es nur konsequent, dass er jetzt handelt und wir können ihn dabei nur bestärken“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Aus Sicht der Tierschützer ist das Kükentöten ein eklatanter Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Daher darf es nicht darum gehen, Ausstiegsfristen zu verhandeln, vielmehr hilft nur ein konsequentes Verbot. „Wir erwarten vom Bundesminister vor Ostern eine klare Ankündigung für ein schnelles Ende des Kükentötens“, so Schröder weiter.

 

Der aktuellen Debatte war ein Erlass der nordrheinwestfälischen Landesregierung vorausgegangen, mit dem das Töten der männlichen Küken verboten werden sollte, andere Landesregierungen sind dem Beispiel gefolgt. Aber auf Klage von Brütereibetrieben in NRW wurde der Erlass gekippt: Das Verwaltungsgericht (VG) Minden hat dem Land Nordrhein-Westfalen untersagt, per Erlass das Töten männlicher Eintagsküken zu verbieten. Laut Gericht hat der Bundesgesetzgeber im Tierschutzgesetz keine Ermächtigungsgrundlage für einen solchen Erlass geschaffen. Der Deutsche Tierschutzbund hatte die Bundesregierung nach Bekanntwerden des Urteils erneut aufgefordert, endlich zu handeln.

 

Hintergrund Kükentötung 

Als Eintagsküken werden die Tiere lebend in eine Art Häcksler geworfen, wo sie von rotierenden Messern getötet werden oder sie werden vergast. Die geschredderten Tiere werden zu Tierkörpermehl verarbeitet und verbrannt. Die in Deutschland mit Gas getöteten Tiere werden manchmal vom Zoo als Futtertiere abgenommen.

 

 
Tierschützer fordern Verbot der Haltung von Gehegewild in Solarparks PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 22. Januar 2015 um 03:56 Uhr

Tierschützer fordern Verbot der Haltung von Gehegewild in Solarparks

 
Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit von Solarmodulen ist die Verhinderung von Beschattung durch Pflanzenaufwuchs. Deshalb werden vermehrt Schafe, Ziegen, kleine Rinderrassen, Sitka-,Damm- und Rotwild als "tierische Rasenmäher" in den umzäunten Solarparks eingesetzt. Eine Genehmigung ist tierschutzrechtlich nicht mehr erforderlich. Nach einer entsprechenden Rechtsänderung zum Zwecke der Entbürokratisierung muss ein solches Gehege nach § 11 Abs. 6 Tierschutzgesetz nur noch angezeigt werden. "Wer gewerbsmäßig Gehegewild halten will, hat dies vier Wochen vor Aufnahme der Tätigkeit der zuständigen Behörde anzuzeigen."  

Für den Deutschen Tierschutzbund, Landesverband Bayern verstößt die Haltung von  Geweihträgern in Solarparks gegen das Tierschutzgesetz und die Bayerische Gehegewildrichtlinie.

 

Tessy Lödermann, Vizepräsidentin des Landesverbandes: "Geweihtragende Fluchttiere können zwischen Solarpanelen nicht art- und verhaltensgerecht gehalten werden. Sie können weder die Bodenfläche uneingeschränkt nutzen, noch ihr Sozialverhalten und ihre natürlichen Bedürfnisse wie Rückzugsmöglichkeiten, Fegen, Suhlen ausleben. Zudem stellen die  Ecken und Kanten der PV-Platten, Verspannungen mit Drahtseilen, Stacheldraht auf den Maschendrahtumzäunungen eine erhebliche Verletzungsgefahr dar."   

 

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Bild: Rotwildhaltung auf PV-Fläche neben Autobahn im Landkreis Deggendorf

(Tessy Lödermann)

 
Hier ist nun die Politik gefragt. Der Tierschutzbund Bayern wird das Thema bei der nächsten Sitzung des Tierschutzbeirats auf die Tagesordnung setzen. "Wir fordern, dass die Haltung von Gehegewild in PV-Anlagen verboten und uns eine wissenschaftlich fundierte Antwort auf die Frage gegeben wir, ob  das Halten von Rindern, Ziegen und Schafen auf derartigen Flächen tierschutzkonform  überhaupt möglich ist, oder nicht", so Tessy Lödermann.   


 
Bayern lässt seine Tierheime weiterhin im Regen stehen PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 21. Dezember 2014 um 08:06 Uhr

Bayern lässt seine Tierheime weiterhin im Regen stehen

 

Mit einer Plakataktion, auf der Finanzminister Dr. Markus Söder als Baron Münchhausen abgebildet ist, bild1-sdermacht der Tierschutzbund Bayern, in dem 114 Bayerische Tierschutzvereine mit ihren 80 Tierheimen und 120.000 Mitgliedern zusammengeschlossen sind, seine Empörung deutlich. Auch im Entwurf des Staatshaushaltes 2015/2016 findet sich wieder kein einziger Cent für die Arbeit der Tierschutzvereine und der Tierheime.

 

Diese sorgen dafür, dass in Bayern überhaupt das Tierschutzgesetz vollzogen werden kann und Veterinärämter, Polizei und Zoll ihre Arbeit machen können, indem in den Tierheimen jährlich ca. 80.000 Tiere aufgenommen werden. Auch übernehmen die Tierheime für die Kommunen die Pflichtaufgabe der Aufnahme, Versorgung und Betreuung von Fundtieren und kümmern sich um die Kastration von Tausenden von herrenlosen Streunerkatzen. Für viele bayerische Tierheime verschärft sich die Situation immer mehr. Rückläufigen Spenden stehen immer mehr Tiere, die aufgenommen werden müssen, gegenüber. Ein Großteil der Tierheime hat nicht das Geld, um dringend notwendige Bau- und Sanierungsmaßnahmen durchzuführen, einige, wie z.B. Rosenheim, stehen vor dem Aus.

 

Während alle anderen Bundesländer Mittel für den Bau, die Renovierung und den Betrieb von Tierheimen bereitstellen, findet sich im neuen Doppelhaushalt (mit Ausnahme von Euro 15.000.-- für den Bayerischen Tierschutzpreis) kein Haushaltsposten für den caritativen Tierschutz.

 

Dabei hatte Staatsminister Dr. Markus Söder, der sich gerne als Tierfreund ablichten lässt, zu seiner Zeit als Umweltminister bei der Verleihung des Bayerischen Tierschutzpreises 2011 in Nürnberg auf die Frage, warum kein Geld für den Tierschutz in Bayern vorhanden ist, gemeint, "da müssen Sie sich an den Finanzminister wenden". Nicole Brühl, Präsidentin des Tierschutzbundes Bayern: "Wir haben große Hoffnungen in Finanzminister Söder gesetzt, dass er als erklärter Tierfreund endlich den hilfsbedürftigen Tieren und uns, die wir uns 365 Tage im Jahr um sie kümmern, gerecht wird. Diese Hoffnung wurde wieder einmal bitter enttäuscht."

 

Besonders verärgert sind Bayerns Tierschützer darüber, dass "Tiernutzer" auch im Doppelhaushalt 2015/2016 wieder großzügig bedient werden. Ob Bayerischer Bauernverband, Bayerischer Landesjagdverband, Fischereiverband - alle können sich über finanzielle Unterstützung freuen. Und für den Neubau von Tierversuchseinrichtungen im Freistaat werden Steuergelder in einer Größenordnung von mehreren 100 Mio. Euro bereit gestellt.

 

Nicole Brühl: "Bayern ist Schlusslicht in Deutschland wenn es um die Förderung des praktischen Tierschutzes und der Würdigung des tausendfachen Ehrenamtes in diesem Bereich geht. Wir erwarten von Herrn Minister Söder und der Bayerischen Staatsregierung, dass die Bayerische Verfassung endlich mit Leben erfüllt wird und die Verankerung des Tierschutzes nicht weiterhin ein zahnloser Papiertiger bleibt."

 

 
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