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Tierschutzpolitik
Nach Löwenmord in Kopenhagen: Deutsche Zoos müssen sich bekennen PDF Drucken E-Mail
Montag, 31. März 2014 um 11:27 Uhr

Nach Löwenmord in Kopenhagen: Deutsche Zoos müssen sich bekennen

 

Nach der umstrittenen Schlachtung von Giraffe Marius vor wenigen Wochen, tötete der Kopenhagener Zoo wie Medien berichten in dieser Woche eine ganze Löwenfamilie. Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert diese Bestandsregulierung des dänischen Zoos als ethisch unverantwortlich. Die Begründung der Zooleitung:

Die erwachsenen Löwen waren zu alt und die erst zehn Monate alten Jungen könnten nicht alleine zurechtkommen. Man habe den Platz für eine neue Löwengruppe benötigt. Diese Argumentation wirkt geradezu zynisch, da die Elterntiere vor nicht einmal einem Jahr Junge bekommen haben. Zudem stellt sich die Frage, warum die Fortpflanzung der Alttiere zugelassen wurde, wenn der „Generationenwechsel“ bereits lange geplant war. Auch innerhalb des deutschen Verbandes der Zoodirektoren gab und gibt es immer wieder Stimmen, die eine Tötung „überzähliger“ Tiere fordern.

„Getötet weil alt und nutzlos… dieser Fall zeigt noch deutlicher als das Schicksal von Giraffe ‚Marius‘, was hinter der angeblich heilen Zoofassade steckt. Es geht um Besucher und letztlich darum, was das Tier einbringt. Hat es seinen Zweck erfüllt, wird es abgeschoben oder getötet – das ist die traurige Wahrheit in vielen Zoos“, so Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Der Verband deutscher Zoodirektoren täte gut daran, sich von dem Verhalten der dänischen Kollegen klar zu distanzieren. Denn das Bild und die Statements, welches die deutschen Zoos nach der Tötung von ‚Marius‘ abgaben, waren nicht überzeugend“, so Schröder abschließend.

Zoophilosophie: Eintrittsgelder statt Nachhaltigkeit

Alljährlich werden auch in deutschen Zoos gesunde Tiere getötet. Nach Einschätzung des Deutschen Tierschutzbundes stellt diese Art und Weise der Bestandsregulierung, wie sie seit Jahrzehnten in Tiergehegen und ähnlichen Einrichtungen durchgeführt wird, nicht nur einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar, sondern ist auch ethisch unverantwortlich. Viele Zoos züchten nahezu unkontrolliert, obwohl sie nicht ausreichend Platz für den Tiernachwuchs besitzen und nicht klar ist, was später mit diesem geschieht. Diese "überzähligen" Tiere, die zunächst noch durch ihr niedliches Aussehen viele Zuschauer anlocken, werden, sobald sie aus dieser Rolle herausgewachsen sind, häufig getötet, verfüttert oder an dubiose Tierhändler, Zirkusse.

 
Kastrieren, statt krepieren! PDF Drucken E-Mail
Freitag, 24. Januar 2014 um 03:57 Uhr

Kastrieren, statt krepieren!

 

Katzen können im Jahr zwei bis drei Mal jeweils vier bis sechs Junge bekommen, wenn sie nicht kastriert sind. Oftmals werden die ungewollten Welpen dann einfach in den Tierheimen abgegeben oder ausgesetzt. Und nur ein Teil dieser ausgesetzten Kätzchen hat Glück und landet im Tierheim, wo sie versorgt werden. Die anderen kämpfen draußen ums Überleben. Die große Anzahl frei lebender Katzen stellt die Tierschutzvereine und Kommunen gleichermaßen vor große, manchmal nahezu unlösbare - auch finanzielle - Aufgaben. „Die Situation in Bayern ist unverändert dramatisch!" betont Nicole Brühl.           
 
Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern richtet nochmals an alle Katzenbesitzer den dringenden Appell, ihre Tiere frühzeitig beim Tierarzt kastrieren zu lassen. Darüber hinaus sollte jedes Haustier eindeutig mit einem Mikrochip gekennzeichnet und z.B. beim Deutschen Haustierregister® (www.registrier-dein-tier.de) kostenfrei eingetragen werden. Nur so kann das Tier bei Verlust eindeutig identifiziert und an den Besitzer zurückgeführt werden.

 

katze grau-klNach einer Umfrage des Landesverbandes haben die Mitgliedsvereine des Deutschen Tierschutzbundes Bayern auch im Jahr 2012 über 10.000 wildlebende Katzen in Bayern, überwiegend auf eigene Kosten kastrieren und medizinisch versorgen lassen. Die ohnehin sehr schwierige Aufgabe hat den Vereinen über eine halbe Million Euro gekostet und wurde zum Großteil von Ehrenamtlichen Helfern ausgeführt. Das Einfangen der wilden Katzen, ist immer mit großen Risiken verbunden. Viele Helfer werden gebissen und zerkratzt und landen oft mit einer Blutvergiftung im Krankenhaus. Außerdem schlagen sie sich oft viele Nächte um die Ohren, um den Katzen aufzulauern.

 

„Die Politik verlässt sich immer wieder sehr gerne auf die Gutmütigkeit der ehrenamtlichen Tierschützer. Deshalb fordern wir nach wie vor, auch in Bayern, dringend eine Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht für Katzen, “ betont Nicole Brühl. „Und bitte, bitte, liebe Katzenbesitzer, lassen Sie Ihre Katze kastrieren und registrieren. Damit wird ein Teil des Elends schon im Keim erstickt und dem Tierschutz kann damit auch schon sehr geholfen werden!“

Bild©wf

 
Adolf-Hempel-Jugendtierschutzpreis PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 09. Juni 2013 um 09:54 Uhr

 

Sonderpreis: Bayerische Tierschutzjugend

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Bild:©M.Höng

(Sachpreis: Druck Kampagnenmaterial)

Preisträger: Jugendtierschutzgruppe mit Jugendlichen im Alter von 14-27 Jahren

Im März 2012 veranstalteten die Jugendlichen der Bayerischen Tierschutzjugend ein umfangreiches und professionelles Foto-Shooting, bei dem sie sich mit vielfältigen Tierschutzanliegen auseinandersetzten. sonderpreis haende 190Dank des Einsatzes einer Body-Painterin entstanden kunstvolle und realistische Körperbemalungen, beispielsweise verschiedene Fellmuster auf Händen oder die komplette Verwandlung in Tiger oder Leopard. sonderpreis genohr copyr monika pawellek 170
Mithilfe zahlreicher Requisiten wie Pelzmänteln, Gittern oder Plüschtieren überlegten sich die Jugendliche verschiedene Tierschutzmotive, die sie anschließend in aufrüttelnden Szenen darstellten. In einem professionellen Fotostudio entstanden so hochwertige Aufnahmen für die Kampagnenarbeit, beispielsweise gegen Tierversuche, gegen Pelze, gegen die Wildtierhaltung im Zirkus und für mehr Sensibilität beim Umgang mit Tieren.
 
Mit diesem Projekt ist es den jungen Tierschützern gelungen, sich mit zahlreichen Themen auseinanderzusetzen, die sonst oftmals nur geringe Mitwirkungsmöglichkeiten für Jugendliche bieten. Die Jury war sehr beeindruckt von den packenden Kampagnenbildern und den einfühlsamen Slogans der selbsterstellten Plakate. Daher soll dieses ungewöhnlich kreative Engagement mit einem Sachpreis gesondert ausgezeichnet werden. Die acht besten Motive aus diesem Workshop werden als Postkarten zu je 1.000 Stück gedruckt, so dass die Bayerische Tierschutzjugend umfangreiches Kampagnenmaterial für die weitere Arbeit erhält.

 

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Zuletzt aktualisiert am Montag, 10. Juni 2013 um 09:04 Uhr
 
Katzen und Singvögel: Realität und Panikmache PDF Drucken E-Mail
Freitag, 03. Mai 2013 um 02:29 Uhr

Katzen und Singvögel: Realität und Panikmache (DTB)

 

Eine Studie aus den USA wird als Beleg genutzt, um beweisen zu wollen, dass „Katzen wahre Vogel-Killer" seien. Die Studie taugt zu einer solchen Beweisführung nicht, stellt der Deutsche Tierschutzbund klar: Geringe Stichprobenzahlen, fehlende Übertragbarkeit auf andere Landschaftstypen und fehlerhafte Berechnungen des Anteils der durch Katzen verursachten Todesfälle bei Jungvögeln zeigen, auf welch tönernen Füßen die zitierte Studie steht. Zwar dürfe die Jagd von Katzen auf Singvögel nicht verharmlost werden. Aber der Deutsche Tierschutzbund stellt auch klar, dass in erster Linie der Mensch mit seinem Umgang mit Natur und Umwelt ursächlich dazu beiträgt, Lebensraum und Nahrung für Vögel zu verringern.

Die primären Gründe für den Rückgang bestimmter Vogelarten sind nicht Beutegreifer, wie Katzen, sondern weitreichende Veränderungen der Lebensräume der Vögel: wie beispielsweise die Intensivierung der Landwirtschaft, der Rückgang kleinbäuerlicher Strukturen und naturnaher Flächen in Dörfern sowie die Gebäudesanierungen und Überbauung von Brachflächen in den Städten. „Wer die Studie benutzt, um die angeblich von Katzen ausgehenden Gefahren für die Vogelwelt zu belegen, argumentiert unseriös", kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, und: „Die jetzt lautwerdenden Forderungen, nach Abschuss von Katzen oder einer Vogelschutzsteuer sind abstrus. Jäger schießen - vorsichtig geschätzt - jährlich über hunderttausend Katzen ab, doch dies hat erkennbar keinen Einfluss auf die Vogelpopulationen. Die Jägerschaft sucht nur immer wieder nach neuen Gründen, um ihre Schießlust zu rechtfertigen, die Kommunen suchen immer neue Gründe, die Einnahmen zu steigern".

Zwar darf die Jagd von Katzen auf Singvögel nicht verharmlost werden, aber weder eine Steuer auf Katzen, die nur dazu führen würde, dass Tierhalter ihre Vierbeiner aus finanziellen Gründen abgeben oder aussetzen, noch der von Jägern präferierte Abschuss von Katzen sind zielführend. Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes bedarf es grundlegender Richtungsänderungen in der Landschaftspflege, um z.B. Vögeln genügend Lebensraum zu schaffen. Um den Bestand der frei lebenden Katzen langfristig zu verringern, braucht es begleitend eine nachhaltige, tierschutzgerechte Lösung, wie Kastrationsaktionen.

Aber auch die in Privathaushalten lebenden Freigängerkatzen sollten kastriert werden, um die Katzenpopulationen nicht ungewollt zu vergrößern. „Hier liegt die große Verantwortung der Kommunen, über entsprechende Verordnungen aktiv zu werden. Die aber wurde bisher von zu wenigen wahrgenommen, da kommt so manchem Bürgermeister und auch Jäger die Studie offenbar gerade recht als Ausrede. Zudem müssen wir befürchten, dass eine Katzensteuer nur dazu führen würde, dass noch mehr Katzen in den Tierheimen oder auf der Straße landen, auch die Steuer kann daher keine Lösung sein", ergänzt Schröder.

 
Bundesregierung versagt beim Schutz von Zootieren PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 24. April 2013 um 07:45 Uhr

Bundesregierung versagt beim Schutz von Zootieren

Tier- und Naturschutzverbände kritisieren neue Haltungsvorschläge für Wildtiere

14 deutsche Tier- und Naturschutzverbände fordern die Bundesregierung auf, die Mindeststandards für die Haltung von Wildtieren erheblich zu verbessern. Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat einen Entwurf für neue Haltungsvorgaben vorgelegt, der nach Ansicht der Verbände bei vielen Arten nicht einmal ein Mindestmaß an artgerechter Haltung sicherstellt. „Wir fordern, dass die Tierhaltung in allen Zoos so verbessert wird, dass sie im Einklang mit dem Tierschutzgesetz ist. Der derzeitige Vorschlag ist dafür allerdings in weiten Teilen unzureichend", kritisiert James Brückner vom Deutschen Tierschutzbund, der als Sachverständiger an der Erarbeitung des Entwurfs mitgewirkt hat.

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