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Erneuter Welpentransport gestoppt! PDF Drucken E-Mail
Samstag, 28. Januar 2017 um 10:00 Uhr

 

 

 DEUTSCHER TIERSCHUTZBUND, Landesverband Bayern e.V.

                                                                                              14.01.2017

 

Erneuter Welpentransport gestoppt!

 

Heute früh, gegen 10 Uhr wurde von der Bundespolizei, in Kooperation mit der Landespolizei an der Deutsch-Österreichischen Grenze im Berchtesgadener Land erneut ein illegaler Transport aus Rumänien mit 8 Welpen gestoppt! Endziel unbekannt.

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 Es handelt sich dabei um „Bichon Frisé“ Welpen und „Yorkshire Terrier“ Welpen, die zum Teil maximal 6 Wochen alt sind. Die Tiere haben überwiegend keine Papiere und sind nicht gechippt. Lediglich 2 haben dubiose Schweizer Heimtierausweise. Es ist davon auszugehen, dass die Welpen entweder vorbestellt waren, oder über das Internet weiterverkauft werden sollen.

 

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Die Erstversorgung wurde im Tierheim Bad Reichenhall durchgeführt, bei dem auch die Amtstierärztin zur Begutachtung anwesend war. Die weitere Versorgung und der Vollzug der Quarantäne wird vom Tierheim Regen übernommen.

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 „Das Ganze nimmt so lange kein Ende, bis auch der letzte Käufer verstanden hat, dass er mit dem Kauf dieser Welpen zum illegalen Welpenhandel und somit zum Elend der Kleinen beiträgt! Wir sind froh, dass dieser Transport rechtzeitig entdeckt wurde und die Tiere somit eine Chance zum Überleben haben. Viel zu oft erreichen sie ihr Endziel entweder sehr krank und ausgehungert, oder gar Tod! Ich möchte mir jedoch nicht ausmalen wie viele dieser Transporte unentdeckt bleiben.“ Berichtet Nicole Brühl, Präsidentin des Landesverbandes Bayern.

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Erst am 05. Januar in der Nacht, wurden an gleicher Stelle 2 vier Wochen alte Welpen in einem verschlossenen Koffer von der Bundespolizei entdeckt! Auch diese wurden in einem Bayerischen Mitgliedstierheim in Quarantäne untergebracht.

 

Bildquelle:LV Bayern e.V.

 


 

Pressemitteilung vom 12. Dezember 2016

 

Tierheim Feucht übernimmt 27 Katzenwelpen aus illegalem Transport

Tiere beschlagnahmt / Krankheitsstatus unklar / bis auf Weiteres keine Vermittlung / Spendenaufruf

Am Nachmittag des 9. Dezember 2016 wurde am Grenzübergang Waidhaus ein verdächtiges Fahrzeug aus der Ukraine kontrolliert. An Bord waren 27 Katzenbabys beiderlei Geschlechts im Alter zwischen acht und zehn Wochen.

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Der hinzugezogene Veterinär sowie Andreas Brucker vom Deutschen Tierschutzbund Landesverband Bayern stellten fest, dass die mitgeführten Papiere offenbar gefälscht waren, und dass das in den Papieren angegebene Geburtsdatum nicht stimmen kann. Der Impfstatus ist damit unklar. Ebenfalls ist es aufgrund des jungen Lebensalters der Tiere sehr unwahrscheinlich, dass eine für den Grenzübertritt notwendige wirksame Tollwutimpfung vorliegt. Außerdem stimmten die Chipnummern der Kätzchen nicht mit den Nummern in den Papieren überein. Die Tiere wurden beschlagnahmt, und Brucker fragte im Tierheim Feucht an, ob die Katzenwelpen dort aufgenommen werden können. Die Zusage kam prompt, und so brachte er die Tiere nach Feucht.

Die kleinen Kätzchen mussten ihre lange Fahrt aus der Ukraine in drei Boxen zubringen. Bei der Kontrolle fanden die Beamten zwei weitere, leere Kartons vor, was vermuten lässt, dass ursprünglich noch mehr Katzen an Bord waren, die aber zwischenzeitlich bereits verkauft worden waren. Es liegt der Verdacht nahe, dass die Tiere als Weihnachtpräsente in den Handel gebracht werden sollten.

 

Im Tierheim wurden die Babys in Quarantäne genommen, um sie und die anderen Katzen im Tierheim vor potenziellen Infektionen zu schützen. Die Kleinen waren ausgehungert und dehydriert. Offenbar haben sie während derkatzentransport 2016-10-09 ab 3163 ganzen Fahrt nichts zu trinken oder zu fressen bekommen. Das angebotene Wasser und Futter im Tierheim haben sie gierig aufgenommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die jungen Katzen sollen nun erst einmal zur Ruhe kommen und sich von den Anstrengungen erholen. Die Tierpfleger im Tierheim nehmen Kotproben von ihnen und lassen sie im Labor auf Darmparasiten wie z.B. Würmer, Giardien oder Kokzidien untersuchen. Schon mit bloßem Auge konnte man in den Ausscheidungen der kleinen Katzen vereinzelt Blut sehen. Weitere Infektionskrankheiten sind nicht auszuschließen. Gewissheit werden die Laboruntersuchungen bringen. Die Tiere werden auch schnellstmöglich dem Vertragstierarzt des Tierheims vorgestellt, der jedes Katzenkind eingehend untersuchen wird.

 

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Bereits 36 Stunden nach Ankunft der Tiere im Tierheim wirken manche der Katzenbabys viel schwächer als die anderen. Ein Tier hat bereits das Futter verweigert und muss mit der Flasche zwangsgefüttert werden. Hier zeigt sich wieder unser Verdacht, dass Tiere, welche auf diese Weise verkauft werden, vor dem Transport „fit gespritzt“ werden, so dass sie kurzfristig beim Verkauf einen guten Eindruck auf potenzielle Käufer machen.

Aufgrund des Gesundheitszustands der Katzen müssen die Tiere noch längere Zeit in Quarantäne gehalten werden. katzentransport 2016-10-09 bw 0440Sie können daher nicht besichtigt werden, und es ist noch lange nicht an eine Vermittlung an neue Besitzer zu denken. Das Tierheim bittet darum, von Anfragen in dieser Richtung abzusehen; es kann auch keine Vormerkungsliste geführt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie kann man den Katzenbabys helfen? Das Tierheim Feucht benötigt Bettlaken und Badetücher, möglichst aus Baumwolle oder Leinen, damit die Textilien bei Kochwäsche gewaschen werden können. Und die Katzenkinder freuen sich natürlich über Kitten-Futter.

 

 

 

Wer den Tieren und dem Tierheim helfen möchte, kann dies am besten mit einer Spende tun. Die Bankverbindung des Tierheims lautet: Raiffeisenbank Burgthann, BIC: GENODEF1BTO, IBAN: DE37 760 695 64 0000 833 100, Stichwort „Katzentransport“. Wer möchte, kann auch unkompliziert die Spendenhotline des Tierheims aus dem deutschen Festnetz anrufen. Jeder Anruf bei 09001 - 91 00 00 spendet 5 Euro an das Tierheim Feucht. Vielen Dank!

 

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Alle Bilder Tierheim©Feucht

 

Aktuell werden drei der Katzenwelpen wegen Seuchenverdacht in einer Tierklink behandelt!

 


 

Zuletzt aktualisiert am Montag, 06. Februar 2017 um 02:22 Uhr
 
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